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Pferdekrankheiten

Folgende Informationen sind für einen Pferdehalter unerlässlich 

 

 

Arthritis

 

Das sind Entzündungen der Gelenke (Gelenkoberflächen), die vermutlich wg. Abnutzung entstehen. Die Gelenke schmerzen das Tier, schwellen an und fühlen sich warm an.

 

Diagnose: Röntgen
Das Röntgen zeigt deutlich, daß sich neue Knochenmasse um das entzündete Gelenk bildet. Manchmal findet man auch kleine Knochensplitter neben dem betroffenen Gelenk

 

Die allererste Maßnahme ist Ruhe! Vielleicht erträgt und genießt das Tier als Soforthilfe kalte Umschläge bzw. Abspritzen des betroffenen Gelenkes.
Dann in jedem Falle entzündungshemmende Mittel geben. Bei vorhandenen Knochensplittern hilft die chirurgische Entfernung. Linderung kann man dem Pferd auch durch den Austausch von Gelenkflüssigkeit verschaffen. Man vermutet, daß der Hauptschmerz durch die Entzündung des Gelenkknorpels und durch die Verdrängung von Gelenkflüssigkeit kommt.

 

Dämpfigkeit

 

Beginnend mit Nasenschleim, meistens morgens deutlicher. Später läßt die Leistungsfähigkeit deutlich nach und das Pferd hat irgendwann chronischen Husten.
Eine schräge Rinne an beiden Bauchseiten, die sogenannte "Dampfrinne" zeigt die deutliche Muskelausbildung durch das Husten.

 

Behandlung: saubere Luft ! Auf sauberes Heu achten, Heu eventuell anfeuchten oder im Extremfall kein Heu füttern. Clenbuterol über das Futter gegeben hilft zur Lösung des Schleims.

 

Darmpechverhaltung

 

Bei allen Säugetieren ist es ganz wichtig, daß der erste Kot (Darmpech) so schnell wie möglich abgesetzt wird. Bleibt das Darmpech im Körper führt eine Vergiftung sehr schnell zum Tod. Die Kolostralmilch der Mutter hat eine abführende Wirkung, deshalb unbedingt darauf achten, daß das kleine trinkt. Sofort Verdacht schöpfen, wenn das Fohlen nicht trinkt !

 

Behandlung: Einlauf ! Im Zweifelsfall immer den Tierarzt rufen, bei neugeborenen Fohlen drängt die Zeit.

 

Druse

 

Der Alptraum jeder Stallgemeinschaft ! Durch das Bakterium Streptokokkus equi verursachte hochinfektioöse Erkrankung. Das betroffene Tier hat Fieber und stark riechenden Nasenausfluß. Das Pferd hat deutliche Atembeschwerden. Die Drüsen unterhalb des Kieferbogens schwellen extrem an und können schließlich aufbrechen. Aus der Öffnung quillt dicker Eiter. Nach der Öffnung des Abzesses, bessert sich das Wohlbefinden der Tiere wieder. Jeglichen Kontakt mit anderen Pferden unbedingt vermeiden !

 

Behandlung: Antibiotika, warme Umchläge für die Beschleunigung des Reifeprozesses

 

Gallen

 

Meist schmerzfreie, weiche Schwellung unter der Achillessehne oder in unmittelbarer Nähe des Sprunggelenks. Anfangs geht die Schwellung mit Bewegung zurück, später bleibt die Schwellung, teilweise verhärten sich die Schwellungen auch.

 

Behandlungsversuche: Bandagieren während der Ruhephasen, Herausziehen der Flüssigkeit und Einspritzen von Kortison hilft meist nur kurzfristig. Wenn das Pferd sonst beschwerdefrei ist, würde ich es als Schönheitsfehler betrachten.

 

Headshaking

Der Begriff erklärt zumindest die Symptomatik – leider nicht die Ursache.

Das betroffene Pferd schüttelt den Kopf (meist ein Schnicken auf- und abwärts)

Folgende Symptome haben wir bei unserem Pferd beobachtet:

Das Kopfschnicken (falls mal an kühlen Tagen kurzzeitig nicht vorhanden) konnte durch geringe Aktivität (Longieren im Schritt, 3 Runden reichten) ausgelöst werden. Unvermittelt - wie nach einem Stromschlag – ging ein Zucken durch den ganzen Körper und das Kopfschnicken wurde dann an den schlimmen Tagen begleitet durch ein komplettes körperliches Fliegenabwehrprogramm (nur ohne Fliegen) d.h. intensives Reiben des Kopfes /Nüstern an den Vorderbeinen, Ausschlagen mit den Vorderbeinen nach vorne, an den Bauch treten mit den Hinterbeinen. Dies passierte auch während der Versuche, Spazieren zu gehen, was dazu führte, dass das zappelnde Pferd hinfiel.

Darüber hinaus beobachteten wir häufiges hektisches Schnauben (meist zu Beginn des Schnickens), mit der Nase am Boden und an Wänden entlang streifen, oder den Kopf einfach gegen Flächen pressen, Reiben der inneren Oberlippe (meist links?) gegen scharfe Kanten und Gegenstände, Haarverlust und Verletzungen am Kopf durch das Reiben und Anstoßen, ständiges Suchen nach Kontakt der Nase mit Flächen oder Gegenständen - auch beim Führen (Nüstern an die Hand oder gegen den Rücken des Menschen drücken), Kopf unter dem Schweif eines anderen Pferdes verstecken (evtl. wg. der Lichtempfindlichkeit), Nüstern lang anhaltend ins Wasser tauchen, extrem hohe Wasseraufnahme! (aus Selbsttränke), Verkrampfte Nüstern. Die extremste Beobachtung war, dass unser Pferd absichtlich Nasenkontakt mit dem Weidezaun suchte, und sich über Minuten hinweg Stromschläge an den Nüstern verpassen ließ.  

Die Suche nach einer konkreten Ursache gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, in den allermeisten Fällen bleibt die Ursache unbekannt. Die aktuelle tiermedizinische Meinung (02/2014) ist, dass die Symptomatik noch am ehesten zur Theorie der auch beim Menschen bekannten Trigeminus-Neuralgie passt. d.h. es ist vermutlich ein Schmerz des 5. Gesichtsnerves, der von betroffenen Menschen als der heftigste aller erlebten Schmerzen beschrieben wird.

Spürt das Pferd nun Schmerzen, versucht es dieses Gefühl durch Kopfschlagen loszuwerden –wie es das auch bei störenden oder stechenden Insekten tun würde.

Mehrfach habe ich in der Literatur und im Internet die Einteilung in 5 Schweregraden nach den Anzeichen und der Reitbarkeit gefunden. Von 1 = kaum klinische Anzeichen, Pferd reitbar, fasziales Muskelzittern bis 5 = gefährlich mit bizarren Verhaltensmustern.

Unser Pferd war 4 Jahre alt, als die Symptome begannen und sich in ihren Ausmaßen kontinuierlich steigerten.


Hufbeinsenkung

 siehe Rehe

 

Hufrollenentzündung

 Wahrscheinlich ist die Hofrollenentzündung die häufigste aller Erkrankungen überhaupt, in jedem Fall ist es die häufigste Ursache für Lahmheiten. Manchmal bemerkt man die Hufrollenentzündung erst sehr spät, da beide Vorderhufe oder alle Hufe gleichzeitig und gleichmäßig betroffen sind. Anzeichen kann also bereits ein schleppender Gang sein; aber auch deutliche Lahmheiten. Darüber hinaus gibt es aber keine deutlichen Zeichen. Der Huf ist kühl und druckunempfindlich. Die Beugeprobe kann die Lahmheit deutlicher zeigen.

 Die Ursache der Hufrollenentzündung ist meines Wissens nicht bekannt. Eine echte Heilung gibt es nicht.

 Hilfreiche. Ein keilförmiger Hufbeschlag, der die Trachten leicht entlastet, darüber hinaus Gummipolster zwischen Huf und Hufeisen. Solche Tiere können reiterlich genutzt werden, d.h. regelmäßig aber nicht übermäßig. Von der Methode des Nervenschnitts halte ich nichts, das verschleiert lediglich das Krankheitsbild ohne wirklich zu helfen.

 

Kolik

 Sieht sich das Pferd nach seinem Bauch um, schlägt es nach der eigenen Flanke oder wälzt es sich immer wieder dann sind das typische Koliksymptome. Die Ursachen für Kolik sind so vielfältig.... Futterumstellungen, zu kurzes Gras, Streß, Wurmbefall, Folgeerscheinung bei Koppen.. 

 

Durch Verlagerung einzelner Darmabschnitte und Darmverschlingungen kommt es zu Abschnürungen von Darmteilen, die schnell in Verbindung mit dem zunehmenden Streß und Zusammenbrechen des Kreislaufs zum Tod führen.

 Hat das Tier über 39,5° C Fieber und einen erhöhten Puls, rufen Sie den Tierarzt !

 Bitte glauben Sie nicht, daß Führen bis zum Eintreffen des Arztes hilft. Im Gegenteil, Sie belasten dadurch nur noch mehr den Kreislauf des Tieres. Versuchen Sie nur zu verhindern, daß sich das Tier durch seine Aktivitäten (Wälzen u. Schlagen) verletzt.

 Letztendlich entscheidet der Tierarzt, ob eine krampflösende Spritze oder im schlimmsten Falle eine Operation angezeigt ist. Je früher sie reagieren um so besser sind die Behandlungserfolge.

 Ergänzung aus eigener Erfahrung (im Januar 2006):

 Egon hatte keine auffälligen Koliksymtompe: Die Kolik äußerte sich bei ihm durch fehlende Darmgeräusche, fehlendes Äppeln, Unruhe, Steifheit beim Reiten (d.h. kein Lösen, nur kurze flache Versuche abzuschnauben) und deutliche Schmerzen zunächst an der linken Körperseite und nach einem Tag auf der rechten Körperseite. Er wollte fressen. Am Tag der Kolik kamen ganz viele möglich Ursachen zusammen: Stress durch eine Feindschaft mit einem anderen Wallach, zu wenig getrunken, da das Wasser eingefroren war, eisige Kälte auf der Koppel evtl. Fressen von Schnee, Futterumstellung, da die üblichen eingeweichten Rübenschnitzel auch eingefroren waren)  

 Der Tierarzt gab an zwei aufeinanderfolgenden Tagen krampflösende Spritzen und empfahl ihn ab und zu zu führen, da der Kreislauf stabil war. Begründung: Das würde auch von den Schmerzen etwas ablenken. Hausmittel: Am zweiten Tag haben wir eine Hand voll Kümmel gegeben. Nach drei Tagen war eine erste Besserung zu sehen. Nach 2,5 Wochen war sein Verhalten unauffällig aber die Schmerzen an der rechten Bauchseite noch nicht ganz weg, auch die Darmgeräusche waren nicht optimal.

 eigene Empfehlung: 
Vorsorge gegen Kolik:
auf regelmäßige Fütterung achten: keine plötzliche Umstellung, gleichmäßige Mengen, regelmäßig über den Tag verteilt. 
auf ausreichende Wasserversorgung achten: falls das Pferd selbst dazu neigt, wenig zu trinken, über die Futtergabe Feuchtigkeit zuführen.
immer auf regelmäßige Verdauung achten - besonders im Winter, ab und zu Mash oder Leinöl unters Futter, 
damit es zu keine Anschoppung/Verstopfung kommen kann.
Bedingt sinnvolle Empfehlungen
auf ausreichende Bewegung achten (das macht man sowieso)
Stress vermeiden (manchmal nicht steuerbar oder vermeidbar, Pferde sehen leider Anlass zur Panik in manchen Situationen, die uns völlig unverständlich sind) 

 

Kreuzverschlag

 Die Erscheinung ist leichter zu beschreiben als die Ursache (darüber streitet man noch immer). Das Pferd wird während der Arbeit plötzlich steif. Die Muskelpartien am Rücken werden hart und sind schmerzhaft. Manche Pferde haben anfangs starken Harndrang (erfolglos). Viele Pferde legen sich hin und können dann in ihrem steifen Zustand nicht wieder aufstehen.

 Sofortmaßnahme: Nicht weiter reiten ! Warm halten ! d.h. sofort eindecken - insbesondere die Nierenpartie. Wenn irgendmöglich auch nicht mehr zum Stall transportieren, da auch das Balancieren im Anhänger anstrengend ist. Dann versuchen, das Tier zum Trinken zu animieren (eventuell Infusion) Vitamin E und Elektrolytmischungen gelten als Mittel der Wahl, ohne echte Begründung.
Auch in den nächsten Tagen das Pferd unbedingt warm halten. Alle anderen Maßnahmen sollte man mit dem Tierarzt abstimmen.

 Mauke

 Es gibt keine echte Erklärung dafür, warum verstärkt Schimmel bzw. bei andersfarbigen Tieren die weißen Fesselbereiche betroffen sind, aber es ist so.

 Vorbeugung: Wenn man merkt, daß das Pferd zu Mauke neigt, hilft es zum Schutz die gefährdeten Bereiche mit Melkfett einzureiben. Das verhindert zum einen das Austrocknen der Haut (rissige Haut bietet mehr Angriffsfläche für Bakterien) und schützt zum anderen vor äußeren Einflüssen.

 

Soforthilfe: Auftragen von Zinksalbe (als frei verkäufliches Arzneimittel in größeren Einzelhandelsunternehmungen zu erwerben)
oder Scheren der befallenen Stellen, Borken entfernen (spezielle Shampoos), Auftragen von antibiotischer Salbe.

 Nageltritt (Steingallen)

 Dies sind meistens durch Steine oder schlecht sitzende Eisen verursache Quetschungen der Hufsohle. Das Pferd geht ohne erkennbaren Anlaß lahm. Das Bein und der Huf fühlen sich kalt an. Eine gründliche Untersuchung Zentimeter für Zentimeter der Hufsohle bringt auf Druck schnell eine Eingrenzung der schmerzende Stelle. Wenn man schnell reagiert, das Eisen abnimmt, die Hofsohle vorsichtig abträgt, erkennt man eine rosa Druckstelle. Im fortgeschrittenen Stadium füllt sich schnell eine Höhle mit Eiter (im Huf oft eine schwarze Masse/Flüssigkeit)

 

Behandlung: Wegschneiden des betroffenen Hufbereichs. Bei eitriger Entzündung, Eröffnung des Eiterherdes. Umstritten ist die landläufige Methode, das Loch wieder zu verschließen, z.B. durch Kaugummi oder Hufkitt. Falls möglich würde ich das Loch immer offen lassen, um das Ablaufen des Eiters zu gewährleisten. Ein neuer Beschlag muß unbedingt die betroffene Stelle entlasten.
Als schnelle Hilfe (Sofortmaßnahme) hilft Sauerkraut ! Für solche Fälle steht immer ein großer geschlossener Hufschuh parat, in dem erst das Sauerkraut eingefüllt wird und dann der Pferdehuf eingepackt wird.

 

Periodische Augenentzündung

Ein geläufiger Name für die Erkrankung ist "Mondblindheit". Meist ist das Auge entzündet, die Pupille verengt, die Hornhaut wird trüb, die Lider sind geschwollen. Wie der Name schon sagt, taucht die Erkrankung periodisch auf. Sind Pferde einmal daran erkrankt, werden sie immer wieder anfällig sein.

Behandlung: Sofort den Tierarzt rufen, sonst droht Blindheit ! Atropintropfen lösen die Verklebungen und erweitern die Pupillen. Antibiotika und Steroide werden in das Bindegewebe des Auges gespritzt. Behandlungserfolg ist aber eher fraglich. Durch die gestörte Sicht verändert sich häufig das Verhalten der Tiere dramatisch.


Plattenepithelkarzinom

Beim Plattenepithelkarzinom handelt es sich um eine bösartige Umfangsvermehrung, die bei Pferden an den Augen oder den Geschlechtsteilen auftreten kann.
Ich beziehe  mich hauptsächlich auf das Auftreten von Plattenepithelkarzinomam Auge. (in unserem Falle bei einem Haflinger)

 

Plattenepithelkarzinome sind in der Regel hell mit roten Einlagerungen. Die Oberfläche ist meist unregelmässig, nicht glatt

 

Entzündungshemmende Medikamente oder Cortison können zwar die durch die mechanische Reibung verursachte Entzündung lindern, die Veränderung im Auge bleibt jedoch bestehen, so dass langfristig durch die weitere Umfangsvermehrung der Bestand Auge gefährdet ist.

 


Eine eindeutige Diagnose kann eine Probenentnahme, besser die Entfernung des Tumors und eine nachfolgende histologische Untersuchung bringen.

 

Nach der chirurgischen Entfernung des gesamten Tumors wurde in unserem Fall gegen die hohe Rezidiv-Tendenz Cisplatin direkt nach dem Eingriff und 2 x im Anstand von 14 Tagen gegeben.


 

Rehe

 

Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Sicher scheint zu sein, daß die Ursache im Verdauungstrakt zu suchen ist.

Wenn das Pferd plötzlich auf allen vier Beinen lahm geht und versucht die Hufspitzen durch Verlagerung des Gewichtes auf die Hinterbeine zu entlasten, ist immer an einen Reheanfall zu denken. Die Tiere laufen nur ungern und mit kurzen stockigen Schritten. Reheschübe können dramatisch verlaufen.

Zu Beginn steht immer eine Entzündung der stark durchbluteten sogenannten Lederhaut (Matrix) im Hufinneren. Durch die Entzündung schwillt die Lederhaut an und benötigt immer mehr Raum. Durch die Stauungen des Blutes und eventuell auch eitrigen Vorgängen kommt es mit der Zeit zur Ablösung der Lederhaut vom gesamten Hufapparat was irgendwann dazu führt, das die gesamte Aufhängung des Hufbeines Stabilität verliert.

Hufbeinrotationen, Hufbeinsenkungen und im schlimmsten Fall ein Hufbeindurchbruch sind die Folgen. 

 Die Beine des betroffenen Tieres sind heiß und ein deutlich fühlbares Klopfen an den Beinen zeigt den entzündlichen Vorgang an.

 

Behandlungsversuche: Clenbuterol zur Verbesserung der Blutzirkulation, Rehebeschlag (zur Entlastung der Hufzehe), Abspritzen der Beine mit kaltem Wasser

 

Der Heilungserfolg ist fraglich und hängt ganz entscheidend an der Ernährung des Tieres. Dicke Tiere und Ponys (dicke Ponys) neigen stärker zu Rehe als eher mager gehaltene Tiere. Verschaffen Sie diesen Tieren kontrolliert, d.h. stundenweise Zugang zur Weide.

 

Hat die Röntgenaufnahme ergeben, daß das Hufbein bereits rotiert ist oder ist das Hufbein schon durchgebrochen, überlegen Sie gut, wie viel Leid Sie Ihrem Freund noch zumuten wollen. Die Erkrankung ist sehr schlecht in den Griff zu bekommen, manchmal erfolgt ein Schub ohne erkennbaren Anlass. Trauen Sie keinem selbsternannten Guru, der Ihnen erzählt, er habe die ultimative Heilungsmethode!

 

Schlundverstopfung

 

Da Pferde neugierig und im Allgemeinen gefräßig zugleich sind, landet schon mal ein Fremdkörper oder auch schlecht zerkleinertes Gras in der Speiseröhre, ohne Chance jemals verdaut zu werden.

 

Das betroffene Tier steht mit gesenktem Kopf und aus dem Maul läuft Speichel. Der Atem kann sehr laut sein und das Tier kann möglicherweise nicht einmal trinken. 

 

Sofortmaßnahme: Tierarzt rufen ! Pferd ruhig halten !

 

Der Tierarzt wird entscheiden, ob das Tier zur Entfernung der Ursache zu sedieren ist, und ob man den Fremdkörper/Nahrungsreste nach oben oder unten durch die Speiseröhre schiebt.

 

Vorbeugend: Weidepflege !
Entfernen Sie alles was nicht in den Pferdemagen gehört. Füttern Sie gefährliche Futtermittel wie Karotten entweder in ganzen Stücken oder so klein, daß nichts passieren kann.

 

Spat

 

Wie Arthritis tritt Spat häufig bei älteren Pferden auf und ist eine Entzündung der unteren Sprunggelenke mit Knochenauftreibungen an der Innenseite. Beim scheinbar gesunden Pferd sieht man nach einer Beugeprobe des Hinterbeines deutliche Lahmheit. Klarheit bringt die Röntgenaufnahme. Deutlich ist auch der Versuch der Tiere, durch deutliches Unterschieben des betroffenen Beines eine Entlastung zu erreichen. Das Gegenteil ist meistens der Fall.

 

Behandlung: absolute und lange (d.h. monatelang) Ruhigstellung, Spatbeschlag (Verlängerung der Schenkelseiten, damit das Pferd das Bein normal nutzt). Immer zuerst den Schmied fragen, der dürfte die meiste Erfahrung haben.

 

Wunden/Verletzungen

 

Entscheiden Sie sofort, ob der Tierarzt zu rufen ist !

 

Faustregel: Wunden, die länger als 3 cm sind, sollten genäht werden.

 

Pferde neigen zur Bildung von wildem Fleisch, deswegen würde ich bei größeren und tieferen Wunden immer die Hilfe des Tierarztes in Anspruch nehmen. Lediglich oberflächliche Verletzungen wie Abschürfungen würde ich vorsichtig säubern und auch weiter trocken und sauber halten

 

 

 

Bilder

neue Woody-Bilder unter "Woody"...

Termine 2017

20./21. Mai: freies Training Extreme Trail (Paul)

01.-04.06. pferdegestütztes Coaching (F. Müller)

10. Juni: freies Training Extreme Trail (Pferd?)
28. August: freies Training Extreme Trail (Pferd?)

09. September freies Training Extreme Trail (Paul)
07. Oktober freies Training Extreme Trail (Woody)

ganz aktuelles 

findet man in meinem fb-Profil

 

 

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